Messung von Patientenorientierung durch patientenberichtete Erfahrungsmaße (ASPIRED)

Projektbeschreibung

Assessment of Patient-Centeredness through Patient-Reported Experience Measures (ASPIRED)

ASPIRED ist ein 5-jähriges vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes Versorgungsforschungsprojekt, das im Rahmen einer Nachwuchsgruppe unter der Leitung von Dr. Isabelle Scholl durchgeführt wird.

Die Umsetzung von Patientenorientierung zeigt positive Effekte auf verschiedene gesundheitsbezogene und psychologische Outcomes wie Patientenzufriedenheit, Wohlbefinden, Selbstmanagement und Adhärenz. Um Patientenorientierung umsetzen zu können, braucht es Mittel diese im Praxis- und Klinikalltag messbar zu machen.

ASPIRED hat zum Ziel

1) zu erfassen, welche Aspekte von Patientenorientierung für die Patient/innen selbst besonders relevant sind,
2) ein Messinstrument zur Erfassung der erlebten Patientenorientierung aus Sicht von Patient/innen zu entwickeln und psychometrisch zu testen und
3) die Möglichkeiten der Nutzung des Messinstrumentes im klinischen Alltag zu überprüfen.

Die Entwicklung des Instrumentes erfolgt mittels quantitativer und qualitativer Forschungsmethoden (sog. Mixed-Methods-Ansatz). Es werden qualitative Techniken genutzt um die Items zu entwickeln und ihre Verständlichkeit und Relevanz zu überprüfen. Quantitative Methoden werden eingesetzt um die Relevanz einzelner Dimensionen der Patientenorientierung aus Sicht von Patient/innen sowie die psychometrische Qualität des Instrumentes zu erfassen. Dabei werden jeweils Patient/innen aus vier chronischen Erkrankungsgruppen (Krebserkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, psychische Erkrankungen Erkrankungen des Bewegungsapparates) in je zwei Settings (stationär und ambulant) befragt.

Das resultierende Messinstrument kann genutzt werden um erlebte Patientenorientierung in den verschiedenen Sektoren der deutschen Gesundheitsversorgung zu messen und so die Qualität der Versorgung zu erhöhen. Dabei wird explizit überprüft wie sich das Messinstrument gut in den Versorgungsalltag integrieren lässt und mit Experten über mögliche Implementierungen gesprochen.

Kernelemente von ASPIRED

  • Entwicklung eines Messinstrumentes, das erlebte Patientenorientierung aus Patientensicht erfasst
  • Einschluss von ca. 2500 Patient/innen mit verschiedenen chronischen Erkrankungen sowohl im ambulanten als auch stationären Setting
  • Erarbeitung von Möglichkeiten der Nutzung des Instrumentes im klinischen Alltag

Kontakt:

Dr. Isabelle Scholl
Universtitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie
Martinistr. 52, W26
20246 Hamburg

Telefon: +49 (0)40 7410-57135
Email: i.scholl@uke.de

einfache Sprache - Projektbeschreibung

ASPIRED ist ein fünfjähriges Forschungsprojekt, das die Gesundheitsversorgung von Patienten und Patientinnen untersucht. Dr. Isabelle Scholl und ihre Forschergruppe möchten wissen, wie patientenorientiert die Gesundheitsversorgung ist.

Zum Beispiel möchten sie wissen, wie gut ist die Gesundheitsversorgung an die persönlichen Bedürfnisse von Patientinnen und Patienten angepasst ist (z.B. wie stark krebsbelastete Patientinnen und Patienten in Entscheidungen informiert und miteinbezogen werden).

Allerdings gibt es bisher keine Möglichkeit im Alltag der Gesundheitsversorgung zu messen, wie patientenorientiert die Versorgung ist. Deshalb wird im Rahmen dieses Projekts ein Fragebogen entwickelt, der genau das aus Sicht der Patientinnen und Patienten erfasst.

Das ist wichtig, weil hohe Patientenorientierung mehrere positive Auswirkungen hat (z.B. ein allgemein besseres Wohlbefinden der Patienten und Patientinnen oder eine zuverlässigere Einnahme von Medikamenten). Mit dem Fragebogen kann man messen, wie gut Patientenorientierung umgesetzt wird und an welchen Stellen aus Patientensicht noch nachgebessert werden kann.

Für die Erstellung des Fragebogens werden verschiedene Methoden aus der Forschung genutzt. Wir führen z.B. Interviews mit Patienten und Patientinnen durch, um Fragen für den Fragebogen zu erstellen und zu untersuchen, welche Bereiche aus Patientensicht besonders wichtig sind. Außerdem testen wir den Fragebogen mit 2000 Patienten und Patientinnen, um zu überprüfen, wie gut und genau der Fragebogen Patientenorientierung misst und wo der Fragebogen noch verbessert werden muss. Nachdem der Fragebogen fertig gestellt ist, wird geprüft, wie er sinnvoll in der Gesundheitsversorgung (z.B. in Krankenhäusern und Arztpraxen) eingesetzt werden kann.

In dem Projekt werden Patienten und Patientinnen mit mehreren Krankheitsbildern befragt: Krebserkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, psychische Erkrankungen und Erkrankungen von Muskeln, Knochen und Gelenken.

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Aktuelle Termine

05. Mär 2018

10. DGGÖ Jahrestagung 2018

Hamburg: Ökonomie und Medizin im Dialog

https://www.dggoe.de/konferenzen/2018/

08. Mär 2018

EbM-Kongress 2018

Die 19. Jahrestagung des Deutschen Netzwerks Evidenzbasierte Medizin findet unter dem Titel "Brücken bauen - von der Evidenz zum Patientenwohl" vom 8. bis 10. März 2018 in Graz statt.

http://www.ebm-netzwerk.de/ebm-events/kalender/ebm2018

14. Mär 2018

10. TMF-Jahreskongress

„Digitalisierung in der Medizin – Chancen für Forschung und Versorgung“, Hamburg

http://www.tmf-ev.de/Termine/Jahreskongress2018.aspx

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